IHK Werkstattgespräch „Rechtsform“

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Diese Frühstücksworkshops mit Kaffee und Butterbrezel für 10 Euro gefallen mir immer besser. Die haben da immer echte Experten, die von Ihren Erfahrungen aus der Praxis berichten. Das ist ja immer noch mal ganz was anderes wie das Wissen aus den Lehrbüchern. Bei internationalen Geschäften empfiehlt sich die englische Ltd. sagt die Rechtsanwältin, weil da bei den ausländischen Geschäftspartnern weniger Missverständnisse entstehen würden. Dazu muss ich mich später nochmal genauer beraten lassen. Im Moment erscheint mir die neue deutsche UG haftungsbeschränkt am nächstliegenden.


Gründungsberatung

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Im Internet suche ich nach Beratern für Existenzgründer mit Kenntnissen über Crowdfunding. Die Resonanz ist schwach. Crowdfunding ist noch weitgehend unbekannt. Die Beraterhonorare beginnen bei 60 Euro/h. Nach oben gibt es keine Grenzen.

IHK: Der freundliche Herr am Telefon hat keine Erfahrung mit „Schwarmfinanzierung“, wie er sich auszudrücken beliebt, gibt sich gespielt verständnisvoll für meine wahnwitzige Idee und versucht mir deutlich zu machen, wie wichtig doch ein solider Businessplan sei selbst bei dem außerordentlichen Marktpotenzial, das er in Windeseile auszurechnen vermag. Immerhin gibt er mir die Telefonnummer einer Kollegin, die mir mit dem Gründerzuschuss vom Arbeitsamt weiterhelfen kann.

Jumpp, Frankfurt: Ich rufe beim Sprungbrett für Existenzgründerinnen an und frage dummerweise zuerst nach den Beratungskosten. Prompt bekomme ich die Antwort, dass das mit 30 Euro für eine Telefonberatung anfängt. Die Beratungen vor Ort beginnen bei 80 Euro/h. Beim zweiten Anruf ein paar Stunden später stelle ich mich dümmer und erfahre in einem langen, sehr freundlichen Gespräch ohne Extrakosten alles, was ich wissen will. Bei Jumpp gibt es erste Erfahrungen mit Crowdfunding aber keine Unterstützung vom Arbeitsamt. Das kann ich mir definitiv nicht leisten. Vom kostenlosen Mentoring, in dessen Genuss Ariane gekommen ist, höre ich nichts.

RKW: Beim RKW gibt es wenigstens ein kostenfreies Erstgespräch.

KfW: Ich finde die Startothek für Gründungsstarter und bestelle Informationen zu meiner Branche.

Kreativwirtschaft: Beim Hessischen Wirtschaftsministerium gibt es eine Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Dort kenne man sich mit Crowdfunding aus. Meine erste Recherche schreckt mich erst mal ab, weil ich hauptsächlich über die vielfältigen Risiken für den Investor lese. Wir sprechen beim Crowdfunding über Investitionen, die bei 5 Euro beginnen. (Monate später stellt sich die Homepage ganz anders dar. Wir lernen eben alle erst, mit dieser neuen demokratischen Art der Finanzierung umzugehen. )

Arbeitsamt: Schließlich antwortet meine Sachbearbeiterin, die am Morgen meine erste E-Mail bekommen hat, mit einem Hinweis auf einen Gutschein zu einem Existenzgründercoaching. Diese Fatamorgana gibt es also tatsächlich! (seit März 2015 neu aufgelegt)


IHK Markensprechtag

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Die Termine (kostenlos) waren alle vergeben. Ich lasse nicht locker und setze meinen Namen auf die Warteliste. Und wer sagt’s denn: Mein Termin ist um 13:00 Uhr.

Ich lasse mir den Unterschied zwischen Patent (technisch), Gebrauchs- bzw. Geschmacksmuster (heißt neuerdings „Design“) und Marke erklären und entscheide mich zunächst für die Anmeldung der Wortmarke (300 Euro). Die Gebrauchsmusteranmeldung kostet zusätzlich Geld und gilt nur in Deutschland. Ich habe nicht vor, einen Patentanwalt zu beschäftigen, der den Markt abgrast, um potenzielle Kopierer aufzuspüren und anzuklagen. Wenn mein Produkt so toll ist, dass es Kopierer findet, dann ist das klasse. Mein Markt sind alle Menschen dieser Welt, die auf dem Beifahrersitz Gegenstände transportieren.

Weltweit werden jährlich über 80 Mio. Fahrzeuge hergestellt. Davon über 5 Mio. PKWs allein in Deutschland. Der Bestand betrug 2011 weltweit über 1 Mrd. Kraftfahrzeuge (inkl. LKW und Busse) davon 46 Mio in Deutschland (Quelle www.oica.net). Somit besitzt in Deutschland jeder zweite Bürger ein Kfz. In einer Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes waren von den 43.431.124 Personenkraftwagen (Pkw) am 1. Januar 2013 über 14,38 Millionen Frauen im Zentralen Fahrzeugregister des KBA als Halterin eines Pkw eingetragen. Das entspricht rund 33,1 Prozent. Davon lässt sich ableiten, dass in den Industriestaaten rund ein Drittel der Autohalter Frauen sind. Weltweit benutzen vermutlich 300 Mio. Frauen ein Auto. Vermutlich ebenso viele Frauen führen in ihrem Auto eine Handtasche mit sich.

Diesen Markt kann ich mit anderen teilen. Ich konzentriere mich lieber darauf, dass die Marke „habaho“ von Anfang an ihr eigenes Profil hat, für Nachhaltigkeit vom Erzeuger bis zum fertigen Produkt, faire Arbeitsbedingungen und beste Qualität und Verarbeitung steht. Das wird mir so schnell keiner nachmachen. Die Industrie tickt noch profitgierig, aber der Verbraucher hat es längst kapiert, dass es so nicht weitergeht mit diesem Planeten. Der Verbraucher weiß nur immer nie, wie er etwas verändern kann. Aber es gibt immer mehr von uns Weltverbesserern. Der Verbraucher kann durch sein Verhalten und seine Entscheidungen sehr viel bewirken.


IHK Gründungswerkstatt

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Habe Kontakt mit der IHK aufgenommen und mir einen Gründeraccount erstellt. Dort geht es natürlich in erster Linie um einen Businessplan. Der Businessplan, der seine Berechnungen hauptsächlich auf Spekulationen gründet, wird gehandelt wie der Heilige Gral. Außerdem soll ich ein Gebrauchsmuster anmelden. Dazu soll ich mich im Idealfall von einem Markenanwalt beraten lassen. Es gibt auch unzählige Anbieter für Gründungscoachings. Ja, die wissen alle, wie man mitverdient und öffentliche Zuschüsse absahnt.