Der Prototyp reift

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Mein Job macht mich nicht mehr glücklich. Ich kann doch die nächsten 15 Jahre nicht mehr einfach nur Handlanger für andere Leute sein. Das krieg ich nicht mehr auf die Reihe! Ich brauche eine andere Lösung für mein Leben und deshalb setze ich mich hin und nähe meine konkrete Vorstellung von Habaho selbst. Die hässlichen Nahtsäume lasse ich unter einem Futter verschwinden. Da kommen mir schon die besten Ideen für die Futterstoffe. Ich werde sie alle mal selbst kreieren. Auf einen kommen die Unterschriften meiner Mitarbeiter. Und anders wie bei Apple verstecke ich sie nicht auf der unsichtbaren Innenseite. Hat irgendjemand schon mal ein iPhone von innen gesehen? Bildschön und nur für Techniker sichtbar.

Foto Pt 6

So soll er genäht werden. Ich verwende schwarzes Garn auf gelbem Köper als gut sichtbare Anleitung für meine Näherin. Ja, die brauche ich noch immer, weil bei mir einfach alles krumm und buckelig wird.

Ich zeige ihn meinen Söhnen. Die beiden möchte ich schließlich im Boot haben, wenn ich mal produziere. Wie immer sind sie sehr skeptisch: „Mama hat mal wieder eine Idee.“ Aber sie sehen durchaus einen Nutzen in Habaho.


Der vierte Prototyp

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Ich lerne eine Hobbynäherin kennen und habe den Eindruck, sie stiehlt mir die Worte aus dem Mund und kann genau formulieren, worauf es ankommt, um diese verdrehte Naht beim Übergang auf der Rückseite glatt zu verarbeiten.

Ja, manche Leute können eben gut reden. Das Resultat ist weder verbessert noch sonst irgendwie zu gebrauchen. Sie hält sich nicht an meine Maße und verwendet ihren eigenen Stoff. Die Flasche hat keinen Halt. Der ganze Habaho schlabbert auf dem Autositz wie ein Lumpensack.

Ich habe es verstanden: Man kann Kreativität nicht delegieren!